Kuechengifte

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Kuechengifte

Kuechengifte (Schaedliche Lebensmittel)

In der Hildegard-Heilkunde werden alle Lebensmittel als Heilmittel betrachtet. Nur bei einigen Ausnahmen weist Hildegard auf gesundheitliche Schaedigungen hin, die fuer empfindliche Menschen zum Problem werden koennen.

Zu diesen "Kuechengiften" gehoeren:

Erdbeeren verschleimen den Koerper und fuehren zu Entzuendungszustaenden (Allergien, Ekzeme, Blinddarm- und Mittelohrentzuendungen).
Pfirsiche foerdern die Verschleimung und loesen Stoffwechselstoerungen aus.

Pflaumen vermehren die Gallensaeure, was zu Stimmungsschwankungen, Depressionen und Rheuma fuehren kann.
Lauch zerstoert das Abwehrsystem des Menschen, weil er "das Blut und alle Saefte in ihr Gegenteil verkehrt". Diese vielleicht erstaunliche Zuordnung hat sich in besonderen Faellen durchaus bewahrheitet: Eine Lauchsuppe kann der Ausloeser fuer einen Rheumaschub oder ein Ekzem sein.

Wenn der Mensch rohe aepfel oder Birnen oder rohes Gemuese oder sonstige ungekochte Speisen genossen hat, die weder auf dem Feuer, noch mit irgendeinem Gewuerz zurechtgemacht wurden, so koennen diese in seinem Magen nicht fertig gekocht (verdaut) werden, weil sie vorher nicht zurechtgemacht waren. So steigen die schlechten Saefte aus den Speisen ... zur Milz auf und verwandeln diese moeglicherweise zu einer schmerzhaften Geschwulst." ¦Rohkost. Im Unterschied zu anderen Naturheilverfahren meidet die Hildegard-Kueche die Rohkost (siehe oben). Hildegard weist in diesem Zusammenhang auf die Moeglichkeit von Herz-, Leber- und Lungenbeschwerden durch ungekochte Speisen hin sowie auf die schlechte Verdaubarkeit (siehe unten). Viele Rohkoestler leiden unter Durchblutungsstoerungen (kalte Haende und Fuesse, Gedaechtnisstoerungen) und staendigen Blaehungen (Faeulnisgase). Faeulnisgas hat seine Ursache in einer durch Rohkost veraenderten Zusammensetzung der Darmbakterien, die zur Ansiedelung von Faeulnisbakterien und Pilzen und schliesslich zu einer Schwaechung des Immunsystems fuehrt.

Daher gerinnen sie im Magen, verhaerten sich und werden schimmelig,...so dass die schlechten Saefte die schaedlichen, uebelriechenden Darmgase wie ein faulender Duengerhaufen durch den ganzen Koerper aussenden." ¦Moderne Fruechte und Gemuese. Tomaten, Kartoffeln, Paprika und Auberginen waren Hildegard nicht bekannt, entsprechend gibt es hierzu keine Kommentare. Wegen der psychisch wirksamen Inhaltsstoffe (Alkaloide) dieser Nachtschattengewaechse sollte man sie nur sparsam einsetzen. Eine Heilwirkung im Sinne Hildegards wird mit ihnen nicht erreicht.
aehnliches gilt fuer Gemuese wie Artischocken oder Kohl sowie fuer viele Importfruechte wie Avocados oder Kiwis. Alle diese Lebensmittel sollten von Kranken (vor allem Krebskranken) nicht gegessen werden.