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Die heilige Hildegard und ihre Medizin

Der Kosmos ist unsere Heimat

Wissenschaft ohne Spiritualität – ein Irrweg?

MANINTH 47 2 2Seit Isaac Newton (1642 – 1729) und Charles Darwin (1809 – 1882) habeN  uns in den letzten Jahrhunderten Scharen von Physikern und Biologen sehr brauchbare, aber falsche Modelle geliefert: Der Mensch eine biochemisch-genetische Fabrik und das Universum eine kosmische Maschine. Diese Modelle haben der Menschheit gewaltig geschadet und vermutlich dazu beigetragen, dass sich der Kommunismus, Faschismus und die heutige Materialismus mit seiner Geldgier Elite ausbreiten konnten. Selbst Albert Einstein, ist mit seiner Idee von Teilchen- und Wellenfunktion des Universums falsche Wege gegangen, die zur Atombombenexplosion in Hiroshima und Nagasaki geführt haben. Fragen Sie keine Physiker um Hilfe, selbst ein Nobelpreisträger für Physik ist noch keine Garantie, dass er die Quantenmechanik verstanden hat, weil die Physiker bisher die Wahrheit gescheut haben.

Es gibt kein Universum aus Wellen und Materie, das man mit dem Zeigerausschlag messen kann. Die meisten so genannten „Natur-Wissenschaftler" drücken sich bis heute noch um die Gretchenfrage. Für Hildegard war es sonnenklar: „Alle Wissenschaft kommt von Gott." Ohne Gott als Schöpfer des Universums und des Menschen sowie der Quelle aller Lebensenergie, kann man die letzten Dinge nicht verstehen.

 

Das Universum Spiegel aller Wunder Gottes

Daher steht das Universum bei Hildegard im Mittelpunkt ihrer Visionen. Selbst ihre Musik ist eine Symphonie der Harmonie der himmlischen Geheimnisse: „Symphonia harmonie caelestium revelationum." Die Schönheit, Tiefe und Bedeutung aus Hildegard's Theologie, Philosophie, Kosmologie und Medizin liegen in ihrer Musik wie in einem Juwel verborgen.

Das Universum und die Hildegard Musik

„Bei seiner Umdrehung bringt das Universum wunderbare Töne hervor, die wir aber wegen ihrer allzu großen Höhe und Breite nicht (alle) hören." Die gesamte Hildegard Prophetie, Theologie, Musik und Medizin ist einzig und allein erst aus der Sicht des Universums zu verstehen. Die wenigsten Theologen, Mediziner, Wissenschaftler oder Politiker haben auch nur eine blasse Ahnung von der Hildegard Kosmologie, weil sie sich bisher nicht damit beschäftigt haben. Das wird sich aber in Zukunft wegen der Ernennung Hildegards zur Doktorin und Führerin der universalen Christenheit grundlegend ändern. Nach Hildegard sind Gott und Universum, Mensch und Kosmos eine Einheit, alle Geschöpfe sind mit der gleichen Lebenskraft erfüllt und inniglich miteinander verbunden:

„Der Mensch hat im Universum seine Heimat. Also sind Gott und Mensch eins, wie Leib und Seele, weil Gott den Menschen nach seinem Bild und als Gleichnis seiner selbst geschaffen hat...Die ganze himmlische Harmonie ist ein Spiegel der Gottheit und der Mensch ein Spiegel aller Wunder Gottes. (Hildegard von Bingen „Ursachen und Behandlungen der Krankheiten"). Bereits in ihrem ersten Buch Scivias beschreibt sie das Universum als Ei und Fruchtbarkeitssymbol für das Leben, in dem sich nicht nur das Sichtbare und Zeitliche, sondern auch das Unsichtbare und Ewige widerspiegelt Visio I 3. Wir sehen die vier Elemente Feuer, Luft, Wasser und Erden und die sieben Planeten, sie sind für den Menschen geschaffen und bieten ihm ihre Kräfte an.

"Mit Herrlichkeit," schreibt Hildegard an dieser Stelle, „hast Du den Menschen gekrönt und ihn als Fürsten auf den Höhepunkt der Vollkommenheit über deine Schöpfung gesetzt."

Das Universum – Fundament der Hildegard Heilkunde

4ELEMET SIN 3Das Universum und seine Elemente sind in Hildegard's Heilkunde das Fundament der Gesundheit. „Wie sie die ganze Welt zusammenhalten, bieten die vier Elemente auch den Zusammenhalt für den menschlichen Körper. Sind sie im Menschen im Gleichgewicht und deshalb ist der Mensch gesund. Von der Harmonie der vier Elemente hängt nicht nur die menschliche Gesundheit, sondern auch seine Lebensenergie und Abwehrkraft, die Qualität seiner Körpersäfte und seine Zeugungskraft ab:

„Die vier Elemente sind im Menschen und der Mensch lebt mit ihnen. Keins kann vom anderen getrennt werden. Der Mensch hat Himmel und Erde und alles was geschaffen ist, in sich vereinigt und alles liegt in ihm verborgen." Auffallend ist in einigen Visionen ein Feuerball als Energiequelle für das menschliche Leben. In ihrer Vision der Dreiheit von Gott, Christus und Heiligen Geist sehen wir in der Mitte den saphirblauen Christus, den sichtbaren Gott es unsichtbaren Gottes, am Kopf mit einer goldenem und mit einem weiteren, alles umfassenden silbernen Energiefeld verbunden. Dieses Kraftfeld symbolisiert die Dreifaltigkeit, mit deren Kräften das ganze Universum geschaffen wurde.

Die Entstehung des Universums

Bereits Hildegard beschreibt vor mehr als 850 Jahren den „Urknall" mit dem die Schöpfung entstanden ist! Der goldene Feuerball sämtlicher göttlicher Kräfte rollt über die im Chaos ruhende Erde und setzt sie und das Leben in Bewegung. Bereits bei diesem Schöpfungsakt ist der kosmische Christus anwesend und bewirkt mit Gott die Erschaffung der Welt im Ablauf von sieben Schöpfungstagen.

Hildegard beschreibt hier schon 400 Jahre vor Galileo Galilei (1564 –1642) das Universum als Kugelgestalt von gewaltiger Größe, die sich um die Sonne dreht! „Das Universum ist ganz Leben, denn alles, was lebt, empfängt von Gott das Leben."

Die Entstehung des Menschen mit Leib und Seele

File0005Der Schöpfungsakt wiederholt sich bei der Geburt jedes einzelnen Menschen. Wir sehen in dieser Vision I 4, wie sich ein goldener Drachen (Symbol für die Seele) aus himmlichen Blau, über eine spirituelle Nabelschnur im Mutterleib mit dem Baby verbindet. Die Seele hat vier Ecken, die die vier kosmischen Elemente repräsentieren und drei Teile, die Kräfte der Dreifaltigkeit. In der Mitte sehen wir rote Feuerbälle, ein Symbol für die Lebensenergie. Im gleichen Moment, wo sich die Seele mit dem Baby verbindet, werden die ersten Kindsbewegungen beobachtet und von nun an übernimmt die Seele sämtliche Steuerungsfunktionen für die Entwicklung des Menschen bis zu seinem Tod. Die Seele ist für den Körper, was der Saft für den Baum ist und ihre Kräfte entfaltet sie wie der Baum seine Gestalt. „Die Seele", so lesen wir in ihrem medizinischen Lehrbuch, „die von Gott in denMenschen herab kommt, ihn belebt und ihm seinen Verstand gibt, stirbt nicht, wenn sie den Menschen verläßt, sondern wandert, ewig lebend, entweder zum Lohn für ihr Leben oder zu den Qualen des Todes."

Das Universum und die Spiritualität

Im Universum beschreibt Hildegard in ihrem Buch über die Werte des Lebens („Die Psychotherapie der hl.Hildegard"), 35 kosmisch-spirituelle Kräfte, die sogenannten Tugenden, die das Leben und Wachstum aller Geschöpfe heilen und trösten, bauen und erhalten: „Es gibt kein Geschöpf, das nicht in sich einen Sternenstrahl Gottes trägt, sei es das Blattgrün oder sein Same, die Blüten oder sonst eine Pracht, sonst wäre es nicht ein Geschöpf." Wir alle sind mit allen Geschöpfen durch das kosmische Internet im Universum miteinander verbunden

„Aber die Lebensenergie des Menschen, die Viriditas, stirbt nicht, sondern wird immer wieder neu geboren. Er selber ist nicht Gott, weil Gott so nicht ist, sondern das Leben selber. Und so existiert das Werk Gottes, der Mensch mit allen Kreaturen in einer untrennbaren Schicksalsgemeinschaft." So wie Hildegard, konnte bisher keiner die Natur des Menschen und des Universums sowie das Geheimnis des Lebens erklären: Das Universum ist Ursprung und Quelle der Lebensenergie zugleich: "Der Mensch ist ein Wunder Gottes - homo miraculum Dei - ein Licht aus Gott, das lebt und wieder stirbt."

Und so sieht es auch Richard Conn Henry, Professor für Physik und Astronomie an der John Hopkins Universität, Baltimore, USA:

„Das Universum ist voller Leben und Freude."